Teilnehmerstimmen

Vor 12 Jahre kam ich zum ersten Mal zu einer Begegnung von „Ferien vom Krieg“. Ich hatte keine Ahnung, wie diese 2 Wochen mein Leben beeinflussen sollten und wo ich als 25-jährige landen würde.

In ein paar Wochen beende ich mein Pharmazie Studium mit dem Masterabschluss und neben dem Studium sammelte ich mehrjährige Erfahrungen im NGO Bereich. Da ich als Flüchtling in Deutschland gelebt hatte, habe ich schon als 13 jährige bei „Ferien vom Krieg“ gedolmetscht. Seitdem war ich in verschiedenen NGOs tätig und nahm an vielen Projekten teil. Heute arbeite ich für die NGO „World Vision… Weiterlesen

Einsatz für Menschenrechte

2015 wurden in Israel palästinensische und israelische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie zivilgesellschaftliche Gruppen permanent angegriffen. Viele dieser Angriffe kamen von Seiten der israelischen Regierung und rechten Organisationen.

Im November 2015 verbot Israel aufgrund erfundener Vorwürfe den nördlichen Zweig von ‚Islamic Movement in Israel‘. ‚Islamic Movement‘ ist politischer Repräsentant eines beachtlichen Teils der palästinensischen Bürger Israels. Bei der Überprüfung dieser jüngsten repressiven und antidemokratischen Maßnahme… Weiterlesen

Eine Geschichte über Brücken

Wie viele Brücken kann man in 20 Jahren bauen? Und wie viele davon in drei Jahren zerstören? Auf der Fahrt zum Friedenscamp in Basko Polje versuchte ich, diese Gedanken zu verdrängen, irgendwie wollte ich nicht darüber nachdenken. Vergeblich. Ich wusste, dass ein solcher Dialog über ethnische Grenzen hinweg mich zum Nachdenken bringen und Gefühle in mir wecken würde. Und genau so geschah es. Jeden Tag lernten wir… Weiterlesen

Identitäten

Vanja Nedic aus Vukovar in Kroatien ist ehemalige Teilnehmerin und langjährige Mitarbeiterin bei den Begegnungsfreizeiten im ehemaligen Jugoslawien. In diesem Sommer war sie erstmals bei einem Dialogseminar für junge Erwachsene aus Israel und Palästina dabei. Dort berichtete sie von ihren eigenen Erfahrungen bei Ferien vom Krieg und den Aktivitäten der Jugendlichen vor Ort. Vor allem aber nutzten alle die Möglichkeit des Austauschs… Weiterlesen

Viele alte Freunde sind keine Freunde mehr

Rotem R. ist 18 Jahre alt und wuchs in einem sehr konservativen Elternhaus in Israel auf, in dem Worte wie „Besatzung“, „Palästinenser“ oder „Frieden“ nicht zu hören waren. Heute nimmt sie an palästinensischen Demonstrationen in B’lin, in der Westbank, teil. Khalil Toama erzählte sie, wie sie sich entschloss, diese zu unterstützen.

Rotem R.: Meine Familie ist sehr konservativ und politisch rechts. Meine Eltern kamen in den 90er Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion. Als ich klein war, sagte mein Vater, dass es in… Weiterlesen

Ich will nicht die andere Seite sein!

Ahmed (im Schatten des Jasmin, 2010) arbeitet heute als Arzt im Hadassah Krankenhaus in West-Jerusalem, Israel, wo er im Herbst 2014 Opfer des Anschlags auf eine Synagoge behandelte.

Eine Zigarette zwischen meinen Fingern, einen Kaffee in der Hand, es war ruhig, aber kalt draußen vor dem Hadassah Krankenhaus in der sogenannten „Stadt des Friedens“. Es war 7:30 Uhr nach einer 24-Stunden-Schicht, und ich begann langsam die Minuten und Sekunden zu zählen, bis es endlich 8 Uhr war und ich „friedlich“ nach Hause… Weiterlesen

Der Klang des Friedens

Wenn jemand nach meiner Heimatstadt fragt, antworte ich mit einem tiefen Seufzer. Ich bin traurig, wenn ich an diesen Ort denke, an die Leute, die ich hier täglich treffe. Es sind keine schlechten Menschen, aber sie sind tief gespalten, was ihre Vorstellungen vom richtigen Leben betrifft. Sie werden beherrscht von starken Vorurteilen und sie schaffen eine feindselige, gespannte Atmosphäre, die das Leben… Weiterlesen

Im Schatten des Jasmin

Ich heiße Ahmed, bin 26 Jahre alt und mache gerade mein Praktikum als Arzt in einem palästinensischen Krankenhaus. Mein Leben war bisher voll von blindem Radikalismus, weit entfernt von jeglicher Menschlichkeit, ein Leben also wie das jedes palästinensischen Heranwachsenden, geprägt von Tod und Zerstörung als Folge der Besatzung. Als ich überlegte, an den ‚Ferien vom Krieg‘ teilzunehmen, ließ mich der Gedanke nicht los: „Wie soll ich mir selbst erlauben, mit dem ewigen Feind meines Volkes zusammen zu sitzen, zu diskutieren und ihnen zuzuhören… Weiterlesen

Für mich ist das hier tatsächlich die erste Gelegenheit, Palästinenser zu treffen. Und natürlich sind sie Menschen, die zum Beispiel wie ich studieren. Ich wollte ihre Kultur kennen lernen, wissen, wie sie miteinander reden, wie sie Respekt zeigen, welche Meinung sie vertreten.

Manche der Palästinenser sind sehr vorwurfsvoll und klagen mich an, aber letztlich sind wir uns sehr ähnlich. Manchmal ist es lustig, wenn wir zusammen am Tisch sitzen, miteinander lachen und es nett ist. Und dann sind die Dialogrunden wieder sehr angespannt, denn die unterschiedlichen Vorstellungen und… Weiterlesen

Ich heiße Ahlam, ich lebe in Palästina, in Jerusalem. Ich bin hier, um den Israelis zu erzählen, was sie von ihren Medien nicht erfahren, denn diese zeigen ein falsches Bild von uns.

Wie erleben Sie die aktuelle politische Situation?

Ich lebe in Schufat, einem Stadtteil von Jerusalem, wo vor kurzem der 15-jährige Mohammed Abu Chedair ermordet wurde: gekidnappt und verbrannt. Die Situation ist seitdem problematisch, es gibt viele Kontrollen. Normalerweise brauche ich 15 Minuten zu meiner Universität, jetzt, nach diesen Ereignissen, muss ich mit zwei bis drei… Weiterlesen

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